Präsentismus

Präsentismus – Wenn Anwesenheit nicht gleich Leistung ist

Präsentismus: Auf den ersten Blick klingt das nach Engagement. Mitarbeitende sitzen im Büro, wirken anwesend – und doch fehlt oft jene Energie, die Innovation, Dynamik und echtes Miteinander schafft. Die Ursachen für dieses stille Phänomen sind vielschichtig und seine Folgen gravierender, als viele Unternehmen vermuten. Wegschauen ist kultur- und wirtschaftsschädigend.

Was genau ist Präsentismus?

Präsentismus bedeutet: MitarbeiterInnen erscheinen trotz Krankheit, Erschöpfung oder psychischer Belastung zur Arbeit – im Büro oder inzwischen auch remote. Sie „leisten Dienst nach Vorschrift“, obwohl ihr Körper oder Geist eigentlich eine Pause fordern würde. Laut aktuellen Studien kommt je nach Branche etwa jede zweite Person zumindest gelegentlich krank, ausgelaugt oder erschöpft in den Betrieb – eine stille Epidemie der modernen Arbeitswelt. Allein der Faktor „Dienst nach Vorschrift“ liegt laut einer aktuellen Jobstudie der Unternehmensberatung EY für Deutschland bei 28%. Dabei wird Präsentismus – anders als Krankheitstage – in Unternehmen kaum statistisch erfasst, bleibt somit oft unsichtbar, die Auswirkungen sind aber deutlich wirksamer als die oft diskutierten Fehlzeiten.

Unsichtbare Kosten und die Folgen

Während Absentismus durch Fehltage konkret messbar ist, gleitet Präsentismus unter das Radar – mit wesentlich höherem wirtschaftlichen Schaden – wenn Sie die Fehlzeiten allein messen, sehen Sie nur die Spitze des Eisbergs. Die messbaren Kosten des Krankenstandes sind meist nur 10% der Gesamt-Verluste durch Präsentismus. Die Kosten, welche Ihnen durch Wegschauen bei Themen wie Erschöpfung, Demotivation oder Rückzug entstehen, gehen auch bei mittelgroßen Unternehmen in die Millionen!

Studien zeigen, dass MitarbeiterInnen, die von Präsentismus betroffen sind, bis zu 30% weniger leisten – eine 40 Stunden Woche reduziert sich faktisch auf 28 bis 32 Stunden produktive Arbeit. Diesen Leistungsverlust müssen andere KollegInnen durch Mehrarbeit abfangen und Sie zu 100% bezahlen. Die Folge: demotivierte Teams, versteckte Konflikte und Zunahme psychischer Krankheiten, die sich nicht in der Bilanz messen, wohl aber im Alltag spüren lassen.

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Wurzeln des Präsentismus

Warum neigen viele dazu, zu arbeiten, auch wenn sie psychisch, emotional oder funktional nur eingeschränkt arbeitsfähig sind? Die Gründe sind vielfältig:

Studien belegen, dass Präsentismus oft durch soziale Ansteckung oder implizite Normen (“Hier arbeitet man auch krank”) – eine Kultur der Überlastungsnormalisierung – entsteht.

Auch wirtschaftlicher oder sozialer Druck („Ich will meinen KollegInnen keine Last sein“), oder die Angst vor Arbeitsplatzverlust bis zu Unsicherheit oder unklare Erwartungen spielen eine Rolle, warum Menschen zwar anwesend aber nicht voll leistungsfähig sind.

Nicht zuletzt sind auch Führung und Unternehmenskultur wesentliche Faktoren: Gibt es psychologische Sicherheit? Dürfen Schwächen gezeigt werden? Oder herrscht ein Klima von Kontrolle und Misstrauen?

Früherkennung: Worauf Führungskräfte achten sollten

Gerade weil Präsentismus leise und unsichtbar daherkommt, braucht es ein waches Auge – besonders auf diese Signale:

  • Rückzug und abnehmende Beteiligung im Team, geringeres Engagement.
  • Häufung kleiner Fehler, sinkende Sorgfalt oder das Ausbleiben kreativer Impulse.
  • Geänderte Körpersprache: schneller Rückzug, ausweichender Blick, Unruhe.
  • Passivität in Meetings, statt sich einzubringen – „Dienst nach Vorschrift“ wird zur neuen Norm.

Empowerment als Schlüssel

Die Lösung liegt auf mehreren Ebenen. Empowerment beginnt beim Einzelnen, ist aber ohne strukturelle Unterstützung wenig nachhaltig. Führungskräfte sind gefragt, bewusst Räume für Dialog, Reflexion und ehrliche Rückmeldungen zu schaffen. Klar definierte Rollen, Entscheidungsfreiräume sowie ein Klima, in dem über Belastungen offen gesprochen werden kann, verhindern Rückzug und fördern echte Präsenz.

Entscheidend ist die psychologische Sicherheit: Erst wenn Mitarbeitende nicht fürchten müssen, für Offenheit „bestraft“ zu werden, verwandeln sie schleichende Abwesenheit in sichtbare Beteiligung. Hier setzen moderne Leadership-Ansätze und Unternehmen wie Better linked an. Es gilt, Präsentismus gezielt offen zu legen, Ursachen zu ermitteln und konkrete Maßnahmen zu entwickeln – immer inklusiv, immer auf Augenhöhe.

Fazit und Ausblick

Präsentismus ist kein individuelles Versagen, sondern fast immer Symptom einer Unternehmenskultur, die entweder Angst macht oder den Sinn und die Sicherheit aus den Augen verloren hat. Organisationen, die gezielt auf Empowerment, psychologische Sicherheit und verbindenden Dialog setzen, verwandeln stille Anwesenheit in aktive Teilhabe.

Die Investition: mehr Energie, mehr Innovation, mehr gemeinsamer Unternehmenserfolg – und eine Kultur, in der Jeder wirklich da ist. Dann wird aus bloßer Anwesenheit echte Beteiligung. Menschen bringen sich mit Energie, Motivation und Verantwortung ein – nicht, weil sie müssen, sondern weil sie wollen.

Better linked hilft, Präsentismus sichtbar zu machen und nachhaltige Lösungen zu verankern – damit Leistung und Gesundheit sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern gemeinsam wachsen.

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