Contents
- 1 Warum Unternehmen scheitern, wenn die Realität nicht bis in die Vorstandsetagen dringt
- 2 Der blinde Fleck an der Spitze
- 3 Die unbequeme Frage: Wollen CEOs die Wahrheit überhaupt hören?
- 4 Warum Unternehmen sichere Räume brauchen
- 5 Better linked: Die Plattform, die den Realitätsverlust adressiert
- 6 Warum das geschäftskritisch ist
- 7 Fazit:
Warum Unternehmen scheitern, wenn die Realität nicht bis in die Vorstandsetagen dringt
Die aktuelle European Workforce Study zeigt ein Führungsproblem, das nicht neu ist – aber heute stärker wirkt als je zuvor: Zwischen Vorstandsebene und Belegschaft entsteht ein wachsender Realitätsabgrund.
Während Führungskräfte überzeugt sind, nah an ihren Teams zu sein, zeigt die Datenlage das Gegenteil. In einigen europäischen Ländern liegen die Wahrnehmungen zu Nähe, Vertrauen und Einbindung über 40 Prozentpunkte auseinander.
Österreich sticht besonders hervor:
100 % der Führungskräfte sagen, ihre Organisation sei „ein großartiger Arbeitsplatz“.
Aber nur 66 % der Mitarbeitenden stimmen dem zu. Das ist kein Kommunikationsproblem.
Es ist ein Wahrnehmungsproblem.
Und es ist ein Risiko.
Der blinde Fleck an der Spitze
Das zentrale Führungsrisiko ist nicht Informationsmangel.
Es ist Ehrlichkeitsmangel.
Was in Vorstandsetagen ankommt, ist selten die ungefilterte Wahrheit.
Grund dafür ist ein Zusammenspiel bekannter Mechanismen:
- Führungskräfte wollen nicht schwach wirken.
- Teams wollen nicht anecken.
- Mitarbeitende wollen nicht negativ auffallen.
- Politische Abhängigkeiten filtern Botschaften zusätzlich.
So entsteht eine Kultur, in der unkritische Informationen nach oben gelangen – und kritische Informationen im System stecken bleiben.
Die Folgen sind bekannt: schwelende Konflikte, verdeckter Widerstand, Überlastung, Qualitätsverlust und letztlich der Zusammenbruch von Veränderungsprozessen.
Denn:
Schweigen erzeugt Blindflug.
Die unbequeme Frage: Wollen CEOs die Wahrheit überhaupt hören?
Aus vielen Gesprächen mit Führungskräften kann ich sagen: Ja.
Aber sie wollen die Wahrheit in einer Form, die nutzbar ist.
CEOs brauchen Wahrheit, die
steuerbar, strukturiert und entscheidungsrelevant ist.
Antworten auf Fragen wie:
- Wo blockieren Widerstände die Umsetzung?
- Wo entstehen Überlastung oder Reibungsverluste?
- Welche Muster wiederholen sich immer wieder?
- Wo droht die Kultur zu kippen?
- Was gefährdet Geschwindigkeit, Qualität oder Bindung?
Was nicht hilft: Drama, Schuldzuweisungen, unklare Beschwerden oder lang verschleppte Probleme.
Wahrheit muss stabilisieren, nicht spalten.
Und genau das gelingt nur, wenn Menschen ohne Risiko sprechen können.
Warum Unternehmen sichere Räume brauchen
Die Forschung ist eindeutig, und meine Praxis bestätigt sie täglich:
Ehrliche Kommunikation entsteht nur dort, wo Menschen ohne Angst sprechen können.
- In vielen Meetings, besonders wenn CEOs anwesend sind dominieren sachliche Inhalte, für andere Themen ist kein Platz.
- Workshops sind von der Agenda getrieben, was dort nicht aufscheint, wird nicht angesprochen.
- Viele CEO 1:1-Gespräche sind oft „politisch“ aufgeladen und haben eine klare Zielsetzung.
- Und vielen Mitarbeitenden bleibt der Zugang zum CEO grundsätzlich verwehrt, weil sich ihre Wege so gut wie nie kreuzen.
Damit bleibt die wertvollste Quelle organisationaler Intelligenz ungenutzt:
die ehrlichen Stimmen der Mitarbeitenden.
Wenn Menschen nicht sicher sprechen können, sprechen sie gar nicht.
Wenn sie nicht sprechen, können Führungskräfte nicht handeln.
Und wenn Führungskräfte nicht handeln können, verliert die Organisation ihre Steuerungsfähigkeit.
Better linked: Die Plattform, die den Realitätsverlust adressiert
Better linked setzt genau an dieser Stelle an.
Sie schafft einen vollständig anonymisierten Reflexionsraum.
Dort können Mitarbeitende – und auch Führungskräfte – sagen, was sie in ihrem Arbeitsalltag wirklich belastet:
- Wo Schwierigkeiten entstehen?
- Was gute Arbeit verhindert?
- Welche Muster feststecken?
- Wo Vertrauen brüchig ist?
- Wo Überlastung entsteht?
- Wo Konflikte lodern?
- Wo Führung Orientierung verliert?
Ohne Risiko.
Ohne Konsequenzen.
Ohne Gesichtsverlust.
Für CEOs entsteht dadurch ein seltenes Gut:
Ungefilterte Wirklichkeit.
Die Effekte in Organisationen:
1. Frühwarnsystem statt Blindflug
Risiken, Konflikte und Kulturbrüche werden Wochen früher sichtbar.
2. Wahrheit ohne Gesichtsverlust
Menschen sprechen offener, weil sie sich sicher fühlen.
3. Verarbeitung alter Veränderungswunden
Verbitterung, Frustration oder Zynismus werden sichtbar – und damit bearbeitbar.
4. Führung wird entlastet
Weniger Interpretation, mehr Klarheit, schnellere Entscheidungen.
5. Organisationen werden wieder steuerbar
Weil endlich alle dasselbe Bild der Realität sehen.
Warum das geschäftskritisch ist
Sichtbarkeit ist der neue Wettbewerbsvorteil.
Nicht Feel-Good, sondern Führungsnotwendigkeit.
Unternehmen mit hoher psychologischer Sicherheit zeigen laut EWS:
- +32 pp höhere Mitarbeitendenzufriedenheit
- +26 pp höhere Bindung
- +34 pp höhere Weiterempfehlung
- +29 pp höhere Kundenzufriedenheit
(Comparison: European Best Workplaces vs. European Average)
Diese Zahlen zeigen klar:
Psychologische Sicherheit wirkt messbar.
Vertrauen erzeugt Performance.
Und ehrliche Kommunikation beschleunigt Veränderung.
Fazit:
Der größte Risikofaktor für CEOs ist nicht die Wahrheit.
Es ist die Abwesenheit der Wahrheit.
Organisationen, die Räume öffnen, in denen Menschen ehrlich sprechen können,
werden schneller, anpassungsfähiger und widerstandsfähiger.
Better linked ermöglicht genau das –
und verwandelt eine uralte Führungsherausforderung in einen strategischen Vorteil.


