Mit Alexandra Eichberger, Head of People & Culture, Erste Digital, spreche ich über Empowerment als Führungskraft in herausfordernden Situationen. Ihr ist es wichtig, Teams aus der Komfortzone in die Entwicklungszone zu führen, damit Wachstum geschehen kann.
Sie sind ein role model für Empowerment. Wie stellen Sie sicher, dass sich MitarbeiterInnen, denen Sie ein herausforderndes Projekt übertragen, nicht überfordert fühlen/stressen?
KollegInnen für neue Aufgaben zu ermutigen und zu empowern ist für mich ein wesentlicher Teil von Führung, denn nur so können Entwicklung und Wachstum entstehen. Dabei ist es wichtig als Führungskraft DA zu sein, AKTIV hinzuschauen und hinzuhören um zu verstehen, wie sie mit der neuen Herausforderung umgehen und was gegebenenfalls stresst. Wichtig ist auch, dass Stress per se nicht automatisch schlecht oder schlimm ist, sondern es um den Umgang damit geht. Für gelebtes Empowerment braucht es einen vertrauensvollen Rahmen, oft wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff „psychological safety“ genutzt. – Dazu zählt unter anderem als Führungskraft ansprechbar zu sein, Bedenken und Ängste nicht „runterzumachen“ und vermeintliche Fehler als Lern-Chancen zu sehen. Der Erfolg im Fordern und Fördern erfolgt über das TUN, aktive Kommunikation und einen gelebten Dialog.
Was machen Sie selbst für aktiven Stressabbau? Haben Sie Tipps?
Ich fahre oft zu meiner Familie, außerhalb von Wien. Das bringt mir die nötige geografische Distanz und lässt mich anders auf offene Herausforderungen schauen. Dort liebe ich lange Spaziergänge in der Natur. Ich spreche offen mit Freunden – dieser vertrauensvolle Austausch hilft mir, neue Perspektiven und Abstand zu bekommen.
Bei organisatorischer Überlastung erststelle ich eine Prioritätenliste, repositioniere die Aufgaben regelmäßig und schaffe so eine Struktur, die mir erlaubt, fokussiert einen Schritt nach dem anderen zu gehen.